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Die Basis des Make-Up

John Erdman und Claus-Wilhelm KlinkerDie Basis des Make-Up

Belgien, am 9. Oktober 1979. Ein Koch (Bernd Broaderup) bohrt ein Loch in die Tür zur camera obscura seines Chefs (John Erdman), einem persisch-amerikanischen Teppichhändler. Dieser haust mit zwei befreundeten Frauen (Carola Regnier, Silke Grossmann) und einem selbstverliebten Trinker (Kiev Stingl) neben den hellen Räumen seiner Bediensteten (Eckhard Rhode, Claus-Wilhelm Klinker) in einer düsteren Teppichhöhle. Auf dem schmalen Grat zwischen beruflichem und privatem Dasein, Abhängigkeiten und Machtausübung, versucht jeder, seinen Deal mit der Liebe über Wasser zu halten.

Abb.:  John Erdman und Claus-Wilhelm Klinker

Normalsatz

Normalsatz – Sheila McLaughlin und Heinz EmigholzNormalsatz

Brookburg, am 30. April 1975, dem ersten Tag des Friedens, im Büro der Erinnerung. Ein junger Künstler (Hannes Hatje), Spezialist für die Getrenntheit der Kulturen, versucht die Analyse seiner brutalen Sentimentalität. Intellektuelle amerikanische TV-Babies praktizieren vor seinen Augen die Analyse ihrer Gefühle am Medium Soap, das ihm unverständlich bleiben muß, weil er es als Kind entbehrte. Ihm bleibt die Isolation seiner Arbeit. Nach einem unbewußten Raster sammelt er attraktiv erscheinende Sätze in Bataillonen von Notizbüchern, in denen auch für die Sprache der Sinn der Bilder gilt: Die Anarchie der Gleichzeitigkeit, die das Leben ermöglicht, das die Geschichte zerstört.

Abb.: Sheila McLaughlin und Heinz Emigholz

Hotel

HotelHotel

Der Titel des Films ist eine Hommage an die Titel der Shows von Jack Smith, ›Lucky Landlordism of Rented Paradise‹ zum Beispiel, besonders aber an ›Horrror of the Rented World‹, sein Auftritt im Collective for Living Cinema 1975. Weise Einsicht dieser Zeit war der verbockt bis zärtlich an jeden Ort der Welt geheftete Spruch: "I am a tourist here myself."

Tide

Tide - EbbeTide

Der erste Teil von TIDE zeigt in 15 Minuten die Progression von Ebbe bis Flut. Der zweite, gleich lange Teil verfolgt die Verändereungen von Flut bis Ebbe. Die besondere Arbeit des Künstlers bestand in der Festlegung eines komplexen Aufnahme-Plans (Score), der genau beschrieben werden muss. Das Endergebnis ist eine mehrschichtige, fließende Filmhandlung, die einen linearen Zeitablauf nicht zeitlich linear darstellt, sondern aufeinanderfolgende Momente einander gleichzeitig gegenüberstellt.

Arthur Gordon Pym gewidmet

Arrowplane

ArrowplaneArrowplane

ARROWPLANE stellt die Multiplikation eines Kameraschwenks mit sich selbst dar, angewandt auf drei Landschaften - Wiesenhügel, Stadt und Strand.

Die Kamera ist während der Aufnahmen fest an einem Ort montiert. Der Schwenkwinkel beträgt in allen drei Teilen 180 Grad. Auf jedem dritten Grad liegt ein Einstellungspunkt für die Kamera. Fotografiert wurde nur von diesen, auf dem Stativ vorgegebenen Einstellungspunkten aus. Es wurden nur einfach belichtete Einzelbilder aufgenommen.

Die in der Projektion entstehenden Bewegungen und Verschiebungen entstehen durch folgende Anordnung der Einzelbilder (E):

 

Schenec-Tady II

Schenec-Tady IISchenec-Tady II

Der Film ist unter dem Titel CONNEC-TICUT projektiert worden und sollte aus zwei Teilen bestehen. Das Negativ des im Mai 1973 in Hamburg gedrehten ersten Teiles ist in der Post verlorengegangen. Daraufhin wurde das Projekt zu dem jetzt vorliegenden Film umgeschrieben.

Abb.: A SCENE NEAR SCHENECTADY, N.Y., eine Postkarte der Curt Teich & Co Inc. in Chicago, 1936

Schenec-Tady I

Schenec-Tady ISchenec-Tady I

SCHENEC-TADY I war bei seiner Uraufführung in London 40 Minuten lang und ist 1975 auf seine jetzige Länge gekürzt worden. Die herausgeschnittenen Teile dienten 1975 als Grundlage für SCHENEC-TADY III. Die SCHENEC-TADY-Filme sind mit Hilfe von Gobsek produziert worden.

Abb.: Hasenkopf im Taunus, 1973, Drehort von SCHENEC-TADY I und III

 

Filmografie

1972/73. Schenec-Tady I (16 mm, 27 Minuten, stumm)
1973. Schenec-Tady II (16 mm, 18 Minuten, stumm)
1973/74. Arrowplane (16 mm, 24 Minuten, stumm)
1974. Tide (16 mm, 33 Minuten, stumm)
1972/75. Schenec-Tady III (16 mm, 20 Minuten, stumm)
1975/76. Hotel (16 mm, 27 Minuten)
1976/77. Demon – Die Übersetzung von Stéphane Mallarmés „Le Démon de l’Analogie“ (16 mm, 30 Minuten)
1978/81. Normalsatz (Spielfilm, 16 mm, 105 Minuten)

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