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Retrospektiven mit Filmen von Heinz Emigholz 2015 in Washington, São Paulo, Rio de Janeiro und Buenos Aires ///  THE AIRSTRIP und LOOS ORNAMENTAL in Chicago, Siskel Film Center /// Q&A Session mit Kodwo Eshun in London /// DIE WIESE DER SACHEN und LE CORBUSIER [|||||] ASGER JORN [RELIEF] auf der Berlinale 2016

Mini-Retro: Sieben Musikvideos von Heinz Emigholz für KREIDLER /// ZWEI MUSEEN als Stream/Download /// Vier Filme in Produktion: STREETSCAPES / 2+2=22 [THE ALPHABET] / BICKELS [SOCIALISM] / DIESTE

Die Wiese der Sachen

Heinz Emigholz, D 1974-87, 88 min
„To whom in love of Nature holds communion with her visible forms, she speaks of a various language.“  William Cullen Bryant

Berlinale 2016 / Panorama - 30 Jahre Teddy Award: PREMIERE der restaurierten Kino-Fassung am Dienstag, 16.02. - 22:00 Uhr, Cinestar IMAX

Clonetown, 1974 bis 1979. Die Chronik eines Abschieds. Charon, ein abgesprungener Terrorist (Eckhard Rhode), sitzt am Ufer zur Vergessenheit und kommentiert die bevorstehende Vermoderung eines entführten Autohändlers. Er hätte auch gern einen Körper gehabt... Weiter bei Filmgalerie 451

DIE WIESE DER SACHEN erhielt 1988 auf der Berlinale den „Gay Teddy Bear Award“ als Bester Spielfilm.

Filmseite | Filmtext

Le Corbusier [|||||] Asger Jorn [Relief]

Film von Heinz Emigholz

Der Film konfrontiert zwei Bauwerke miteinander: die 1931 erbaute Villa Savoye von Le Corbusier und das Grand Relief von Asger Jorn aus dem Jahr 1959.

Der 2015 gedrehte Film Le Corbusier [|||||] Asger Jorn [Relief] zeigt die 1931 erbaute Villa Savoye von Le Corbusier und das Grand Relief von Asger Jorn aus dem Jahr 1959. Er verbindet damit, was nach ideologischer Maßgabe ihrer Macher nicht zusammengehört.

66. Berlinale Forum Expanded

LE CORBUSIER [|||||] ASGER JORN [RELIEF]  (2015, 29 min)
15.2. 16:30 Uhr Akademie der Künste
16.2. 20:00 Uhr Arsenal 1

„Der Film kam deshalb zustande, weil mich die Vorgabe gereizt hat, zwei Bauwerke miteinander zu konfrontieren, die erst einmal nichts miteinander zu tun haben. Ein Dialog zwischen durchgestylter Klarheit und erklärter Wildheit, beide ideologisch verbrämt. Durch die Arbeit am Film habe ich an beiden Arbeiten überhaupt erst schätzen gelernt, was mir vorher relativ egal war: die Lust ihrer Macher am produktiv umgesetzten Statement.“ Heinz Emigholz

The Airstrip Plakat

The Airstrip

Aufbruch der Moderne – Teil III / Photographie und jenseits – Teil 21
Heinz Emigholz, D 2013, 108 Minuten

Man stelle sich einen Luftraum vor, in dem eine Bombe abgeworfen wurde, die noch nicht ihren Explosionsort erreicht hat. Sie fliegt auf ihn zu und ist nicht mehr zu stoppen. Die Zeit zwischen dem Abwurf und der Explosion der Bombe ist weder Zukunft – denn die unweigerliche Zerstörung hat ja noch nicht stattgefunden – noch ist sie Vergangenheit, da diese unweigerlich im Begriff ist, zerstört zu werden. Die Flugzeit der Bombe beschreibt so das absolute Nichts, die Stunde Null, bestehend aus all den Möglichkeiten, die es im nächsten Moment nicht mehr gibt. Eine Geschichte also, die aufhören wird, bevor sie angefangen hat, und die hier aus Trotz erzählt wird: Eine Architekturreise von Berlin über Arromanches, Rom, Wroclaw, Görlitz, Paris, Bologna, Madrid, Buenos Aires, Atlantida, Montevideo, Mexico City, Brasilia, Tokyo, Saipan, Tinian, Tokyo, San Francisco, Dallas, Binz und Mexico City nach Berlin – ins Bodenlose. Mehr...

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The Airstrip (Stills)

Perret Plakat

"This gloriously controlled study of the work of French architect Auguste Perret ... re-creates the tension between the ultrarational and the subtly exuberant in the architect's best work." (Best of 2012, ARTFORUM)

Perret in Frankreich und Algerien

Aufbruch der Moderne – Teil II / Photographie und jenseits – Teil 20
Heinz Emigholz, D 2012, 110 Minuten

Der Film zeigt dreißig Bauwerke und Ensembles der französischen Architekten und Bauingenieure Auguste und Gustave Perret. Auguste Perret (1874-1954) hat den Betonbau meisterlich verfeinert und zu einem klassischen Ausdruck gebracht. Mehr...

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Perret (Stills) / Presse-PDF

Parabeton Plakat

"All architecture is what you do to it when you look upon it." (Walt Whitman)

Parabeton - Pier Luigi Nervi und römischer Beton

Aufbruch der Moderne – Teil I  / Photographie und jenseits – Teil 19
Heinz Emigholz, D 2011, 100 Minuten 

PARABETON zeigt in chronologischer Abfolge siebzehn in Italien und Frankreich noch erhaltene Bauwerke des italienischen Bauingenieurs Pier Luigi Nervi (1891-1979). Als Erfinder stilbildender Konstruktionen ist Nervi der Großmeister des Betonbaus und der Architect’s Architect des 20. Jahrhunderts. Der Film verbindet seine kühnen Konstruktionen mit filmischen Studien antiker Bauten aus römischem Beton. Mehr...

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Parabeton (Stills) / Flyer / Berlinale Katalog

The Formative Years Plakat

The Formative Years

Extended Version
Zehn Filme (1972–2004) von Heinz Emigholz

SCHENEC-TADY I  (1972/73, 16mm, stumm)
SCHENEC-TADY II  (1973, 16mm, stumm)
ARROWPLANE  (1973/74, 16mm, stumm)
TIDE  (1974, 16mm, stumm)
SCHENEC-TADY III  (1973/75, 16mm, stumm)
HOTEL  (1975/76, 16mm, stumm und Ton)
DEMON 
(1976/77, 16mm, Ton)
THE BASIS OF MAKE-UP I-III  (1974-2004, 35mm, Ton)

Alle sieben 16mm-Filme von THE FORMATIVE YEARS werden für die Filmsammlung des Österreichischen Filmmuseums restauriert.

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The Formative Years in NYC

A Scene Near Schenec-Tady

Heinz Emigholz



Von Anfang bis Mitte der 70er Jahre habe ich eine Serie von Filmen produziert, die ein kompliziertes Wechselspiel zwischen abstrakten zeitlichen Kompositionen - respektive filmischen Bewegungen - und ausgewählten städtischen und natürlichen Landschaften beinhalten.

Die Filme - ARROWPLANE, TIDE und drei Folgen von SCHENEC-TADY - sind zwischen 19 und 40 Minuten lang und bestehen aus Tausenden von Fotografien, die nach einem vorher festgelegten Plan im Einzelbildverfahren mit einer Bolex-Kamera auf 16 mm-Film aufgenommen wurden. Der Standpunkt, von dem aus jeweils fotografiert wurde, war genau gewählt. Kennzeichnungen am Stativ und auf der Zoomlinse der Kamera ermöglichten die Fixierung aller von diesem Standpunkt aus möglichen Bilder in einem Koordinatensystem. In dieses System hinein wurden vor der Aufnahme der Filme Scores geschrieben – Kompositionen für einzeln zu fotografierende Bilder, die in der Abfolge ihrer späteren Projektion ein bestimmtes filmisches Ereignis erzeugten. Einem Brief an Birgit Hein vom 31. Januar 1977, den ich in Vorbereitung einer Installation meiner Filme auf der documenta 6 geschrieben habe, entnehme ich folgende Beschreibung des Scores:


Zeichnung (545) aus DIE BASIS DES MAKE-UP

"Das Schiff aus der Radierung Haus am Fluß von Carl Blechen, seitenverkehrt und negativ - eine Würdigung des von Joachim Patinir 1524 gemalten Bildes Überfahrt in die Unterwelt. Wie setzt man gekonnt über, welche Transformation lässt den Leib erblühen, bevor er erkaltet? Setzen wir Segel, rudern wir, lassen wir uns treiben? Dazu die seitenrichtige Persiflage einer Landschaft aus demselben Bild: Hände an Selleriestrunken, Blasrohre, Speere aus Bambus für den Banzai Angriff der Japaner gegen amerikanische Soldaten auf Saipan im Juli 1944, und eine Schraubenmutter. Wo klammere ich mich gekonnt am Ufer fest, wie verlängere ich meine Zeit, wann kann ich loslassen? Von rechts ins Bild ragend der abgetrennte Unterleib aus dem Gemälde Frau mit grünen Schuhen von Egon Schiele mit dem in Camouflagemustern übermalten Minipenis. Wien, wie es leibte und lebte und dabei eine gute Figur zu machen versuchte. Parallel zur dekadenten Logik des Kaiserreiches war Sexualität das letzte Kraftwerk, das es dauerhaft zu besetzen galt - ein nicht einzulösendes Versprechen." (Aus: Strapazin Nr. 109, 2012).

(2007)

Publikation THE END* von Heinz Emigholz kostenlos als Download /// DIE BASIS DES MAKE-UP, 604 Zeichnungen von Heinz Emigholz, Begleitbuch zur Ausstellung im HAMBURGER BAHNHOF 2008, 608 Seiten, € 30 /// Katalog MUSEUM FÜR GEGENWART No. 11 – HEINZ EMIGHOLZ mit Texten von Eugen Blume, Art Spiegelman, Hartmut Bitomsky, Hanne Loreck, Stefan Ripplinger, Marc Ries, Donatelle Chiancone-Schneider und Frieda Grafe, 56 Seiten, € 10

Hamburger Bahnhof Panorama
  • 1974. Projekt '74, Köln (Beteiligung)
  • 1977. documenta 6, Kassel (Beteiligung)
  • 1977/78. Film als Film, Kunstverein Köln, Hayward Gallery, London (Beteiligung)
  • 1982. Normalsatz, Buch Handlung Welt, Hamburg
  • 1986. Ich hätte auch gern einen Körper gehabt, Galerie Eisenbahnstraße, Berlin
  • 1988. Der Untergang der Bismarck, Zwinger Galerie, Berlin
  • 1988/89. BiNationale, Düsseldorf / Boston / Minneapolis / Houston (Beteiligung)
  • 1989. Seit ich blond bin, färbe ich mir die Haare, Zwinger Galerie, Berlin, und XPO Galerie, Hamburg
  • 1991. Krieg der Augen, Kreuz der Sinne (Skizze), Galerie Martin Schmitz, Kassel
  • 1991. Plakate, Zwinger Galerie, Berlin
  • 1991. Die Erschöpfung (Enzyklopädie), Kunsthalle Bremerhaven
  • 1992. Zwei Essays (Filmphotographie/Photographie), Galerie Fischinger, Stuttgart
  • 1992. Photographie und jenseits, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
  • 1993. Seit Freud gesagt hat, der Künstler heile seine Neurosen selbst, heilen die Künstler ihre Neurosen selbst. Zeichnungen, Texte, Filme. Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken
  • 1994. Zeichnungen und Plakate, Goethe Institut, Madrid
  • 1994. Die Basis des Make-Up (1974-1994), Hamburger Kunsthalle
  • 1994. Depot, Galerie Martin Schmitz, Kassel
  • 1997. In medias res – Berliner Medienkunst in Istanbul. Dolmabahce Palast, Istanbul (Beteiligung)
  • 1998. Die Basis des Make-Up (1974-98), Zwinger Galerie, Berlin
  • 1999. das xx. jahrhundert – ein jahrhundert kunst in deutschland. Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin (Beteiligung)
  • 2000. Die Basis des Make-Up (1974-2000), Galerie argos, Brüssel
  • 2001. Die Basis des Make-Up (1974-2001), Kunstverein München
  • 2001. Die Basis des Make-Up, Galerie Hubert Bächler, Zürich
  • 2006. Recherchen zur Basis des Make-Up, Zwinger Galerie, Berlin
  • 2004. Heinz Emigholz / Michael Snow, Goethe Institut, Toronto
  • 2007/08. Die Basis des Make-Up (1974-2007), Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin
  • 2008. Neue Schwarze Blöcke, Galerie Hubert Bächler, Zürich
  • 2008/09. Sense of Architecture, Architekturbiennale, Venedig / Künstlerhaus Graz
  • 2010. The Formative Years (Sieben Filme, 1972-77), Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin
  • 2010. 2,5 Dimensional - Film Featuring Architecture, deSingel, Antwerpen (Beteiligung)
  • 2010. Die gezeichnete Welt, Kunstverein Ingolstadt
  • 2010/11. Je mehr ich zeichne – Zeichnung als Weltentwurf, Museum für Gegenwartskunst Siegen (Beteiligung)
  • 2010. The Formative Years – Extended Version, Extra City, Antwerpen
  • 2010. Photography and beyond – Three Films, Installation. Petach Tikva Museum, Tel Aviv
  • 2011. Eine Serie von Gedanken – Vier Filme, Installation. Zwinger Galerie, Berlin
  • 2011. Einrichten. Zwinger Galerie, Berlin (Beteiligung)
  • 2011. The Formative Years – Sieben Filme, Installation. Wyoming Building, NYC
  • 2012. Utopie Gesamtkunstwerk. 21er Haus, Wien (Beteiligung)
  • 2015. What Moves Us. Museum Jorn, Silkeborg (Beteiligung)
  • 2015. The Dialogic City – Berlin wird Berlin. Berlinische Galerie, Berlin (Beteiligung)